Klimaschutz in Wadgassen

Kaum ein Thema bewegt die gesellschaftliche Debatte so stark wie der Klimawandel und die Auswirkungen sind auch bei uns immer mehr spürbar.

Daher hat sich auch die Gemeinde Wadgassen ambitionierte Ziele gesetzt, dem Klimawandel zu begegnen. Die Idee, die Stelle eines Klimaschutzmanagers zu schaffen, die sich querschnittsmäßig über alle Ämter hinweg mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt, schlug Bürgermeister Sebastian Greiber bereits 2022 dem Gemeinderat vor. Mit der Mehrheit der Stimmen über alle Fraktionen hat der Gemeinderat auch zu gestimmt. Im August 2022 wurde der Förderantrag gestellt und am 01.01.2024 hat nun auch Christian Schnadinger als neuer Klimaschutzmanager seine Arbeit aufgenommen.

Die Stelle des Klimaschutzmanagers und auch die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes wird gefördert durch die Nationale Klimaschutzinitiative mit dem Förderkennzeichen 67K23431.

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Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Integriertes Klimaschutzkonzept

Das Klimaschutzkonzept bildet die Grundlage für die weitere Ausrichtung der Gemeinde im Klimaschutz mit dem Ziel, bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität zu erreichen. Das Klimaschutzkonzept umfasst im Wesentlichen folgende Inhalte:

  • Energie- und Treibhausgasbilanz

Wo steht die Gemeinde aktuell? Wie hoch ist der Energieverbrauch in den Bereichen kommunale Liegenschaften, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen, Verkehr und private Haushalte? Die Energieverbräuche werden analysiert und über CO2-Faktoren in THG-Emissionen umgerechnet.

  • Potenzialanalyse

In den einzelnen Handlungsfeldern werden u.a. Potenziale für Erneuerbare Energien ermittelt, wie z.B. Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Biomasse etc. Wo hat die Gemeinde Möglichkeiten, den THG-Ausstoß zu minimieren?

  • Szenarienentwicklung

Auf Basis der Bilanzierung und der Potenzialanalyse werden Szenarien entwickelt, wie sich der THG-Ausstoß verringern kann bis zum Zieljahr 2045, mit UND ohne verstärkten Klimaschutzmaßnahmen.

  • Maßnahmenkatalog

Im Maßnahmenkatalog werden in den Handlungsfeldern einzelne Maßnahmen definiert, um die THG-Emissionen zu minimieren, um letztendlich das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen. Der Maßnahmenkatalog ist ein „lebendiges“ Instrument, welches stetig bearbeitet und weiterentwickelt wird.

Auch die Einbindung aller wesentlichen Akteure der Gemeinde in die Klimaschutzarbeit ist eine Aufgabe des Klimaschutzmanagements. Darüber hinaus muss es selbstverständlich auch Controlling-Instrumente geben, die den Erfolg von durchgeführten Maßnahmen messen und bewerten, um ggf. weitere Maßnahmen zu ergreifen.

Bis Mitte 2025 soll das Klimaschutzkonzept beschlussfähig dem Gemeinderat präsentiert werden, damit es – wie in der Zielvorgabe der Förderung – bis Ende 2025 fertig gestellt werden kann.

Sie haben Fragen, Anregungen oder Vorschläge zum Thema Klimaschutz in Wadgassen? Sehr gerne können Sie sich dazu mit Christian Schnadinger in Verbindung setzen.